NEXA
EVENTS · 05. März 2026

Road to Green Köln 2026: Warum der eigentliche Engpass im Gebäudebestand die Finanzierung ist

Rund 500 Vertreter aus Immobilienwirtschaft, Bauwirtschaft, Wissenschaft, PropTech und Investment haben in Köln über die Transformation des Gebäudebestands diskutiert. NEXAs Take: Technologie ist nicht der Engpass. Finanzierung ist es.

Mudabbir KhawajaGeschäftsführer & CEO · LinkedIn ↗
·4 Min. Lesezeit·DE
Eröffnung des Road to Green Summit 2026 in der Universität zu Köln, Bühne mit Partner- und Initiatoren-Wall

Der Road to Green Kongress 2026 hat eine zentrale Wahrheit über die Transformation des deutschen Gebäudebestands sichtbar gemacht: Der Engpass ist nicht Technologie. Der Engpass ist Finanzierung. Rund 500 Vertreter aus Immobilienwirtschaft, Bauwirtschaft, Wissenschaft, PropTech-Ökosystem, Stadtentwicklung und Investment trafen sich am 5. März 2026 an der Universität zu Köln. NEXA Horizons war vor Ort, hat mit Engineering-Partnern und PropTech-Anbietern gesprochen, und nimmt drei klare Erkenntnisse mit.

Was der Road to Green Kongress 2026 war

Road to Green ist laut Veranstalter "das Gipfeltreffen zur Transformation von Bestandsimmobilien". Das Event fand am 5. März 2026 von 9:00 bis 18:00 Uhr an der Universität zu Köln am Albertus-Magnus-Platz statt.

Die Veranstaltung versammelte:

  • Rund 500 Teilnehmende aus Immobilienwirtschaft, Bauwirtschaft, Wissenschaft, PropTech-Ökosystem, Stadtentwicklung und Investment
  • Vertreter der Stadt Köln, der KölnBusiness GmbH und der moderne stadt GmbH
  • Keynotes, Impulse, Panels und interaktive Workshops
  • Den erstmals verliehenen Road to Green Award für marktreife PropTech-Lösungen zur nachhaltigen Quartiersentwicklung (bewertet anhand des Deutzer-Hafen-Projekts)

Ziel war ein Erkenntnis- und Ergebnispaper sowie eine Abschluss-Vereinbarung der Teilnehmer zur gemeinsamen Transformation von Bestandsimmobilien. Köln und NRW positionieren sich damit explizit als Innovations-Standort für grüne Real-Estate-Transformation.

Warum Bestand schwieriger ist als Neubau

Bei Neubauten lassen sich Energieinfrastruktur, PV, Speicher und Smart-Building-Technologie sauber mit einplanen. Schwierig wird es im Bestand. Die Frage, wie der deutsche Gebäudebestand zukunftsfähig, resilient und nachhaltig wertvoll aufgestellt werden kann, ist 2026 offen — und die Antworten sind oft kapitalseitig stranded, nicht technisch.

Konkret: In einem typischen Bestandsobjekt — sei es ein Mehrfamilienhaus aus den 60ern, ein Gewerbegebäude aus den 90ern oder ein Quartiersgebäude in der Sanierung — sind die technischen Maßnahmen meist klar: Dämmung, PV, Wärmepumpe, ggf. BESS, Ladeinfrastruktur, smarte Steuerung. Was nicht klar ist:

  • Wer trägt die CAPEX?
  • Wer trägt das Performance-Risiko?
  • Wie reportet man die Maßnahme bilanziell und ESG-konform?
  • Wie verteilt sich der Nutzen zwischen Eigentümer, Mietern und Investoren?

Genau diese Fragen klären sich nicht im Engineering-Studio. Sie klären sich in der Finanzierungsstruktur.

Highlight-Gespräche vor Ort

Vor Ort haben wir intensiv mit unseren Engineering-Partnern und mit anderen Marktteilnehmern gesprochen:

ABC Lösungen — Engineering-Partner

Wir haben am Stand intensiv mit ABC Lösungen gesprochen, einem unserer Engineering-Partner für komplexere Bestandsprojekte. Übereinstimmung: Wer Bestand transformieren will, muss Asset, Finanzierung und Betrieb gleichzeitig denken — sonst bleibt das Projekt auf der Folie.

Solarloader Köln

Auch Solarloader aus Köln haben ausgestellt — ein lokaler Solaranbieter mit Fokus auf Quartiers- und Gewerbeprojekte. Das Gespräch hat bestätigt, dass die EPC-Seite im Markt verfügbar ist; was fehlt, ist die nachgelagerte Finanzierungs- und Betriebsschicht.

Verbindung zum BRYCK-Ökosystem

Mehrere der ausgezeichneten PropTech-Lösungen kommen aus dem BRYCK-Umfeld — siehe unsere Analyse zum NRW-Kapitalstack. Die NRW-Achse Köln-Essen-Düsseldorf bündelt damit Real-Estate-Transformation, Climate Tech und Capital in selten dichter Form.

Wo NEXA in dieser Lücke ansetzt

NEXAs Modell NEXA Zero ist genau auf diese Lücke gebaut.

So funktioniert NEXA Zero im Bestand:

  1. Eigentümer behält das Gebäude und braucht keine Investition zu tätigen
  2. NEXA sichert sich die Dachnutzung vertraglich für 15–20 Jahre
  3. NEXA finanziert und installiert PV und BESS
  4. NEXA übernimmt Betrieb, Wartung, Reporting
  5. Energie wird über PPA an den Eigentümer geliefert, zu einem fixen, planbaren Preis
  6. NEXA trägt das Performance-Risiko und refinanziert über institutionelle Partner

Für den Eigentümer heißt das:

  • Keine Investition
  • Keine bilanzielle Belastung
  • Planbare Energiekosten
  • Erfüllung von ESG-Anforderungen
  • Wertsteigerung des Objekts ohne Eigenleistung

Für institutionelle Investoren auf der anderen Seite heißt es:

  • Langlaufendes Asset mit zertifizierten Cashflows
  • Standardisierte Reporting-Schicht über NEXA ONE
  • Klar definierte Asset-Pipeline

Mieterstrom im Bestand: Beobachtung vom Kongress

Für Mehrfamilienhäuser war Mieterstrom eines der meistdiskutierten Modelle des Kongresses — lokal erzeugter Strom, der unterhalb des Marktpreises direkt an die Bewohner geliefert wird. Etablierte Anbieter wie Einhundert Energie, Solar Estate oder Polarstern bedienen dieses Segment. NEXAs Fokus liegt daneben: gewerblicher Bestand mit PPA an den Eigentümer, Cross-Asset-Logik aus PV und BESS und institutionelle Refinanzierung über strukturierte SPVs.

Take-aways aus dem Road to Green Kongress 2026

  1. Köln und NRW positionieren sich als zentralen Innovations-Standort für grüne Real-Estate-Transformation.
  2. PropTech und Climate Financing müssen zusammen gedacht werden. Eine Quartiers-Software ohne Finanzierungsschicht endet im Dashboard. Eine Finanzierungsplattform ohne Daten endet im Excel.
  3. NEXA Zero ist eine direkte Antwort auf die Frage, wie Bestand kapitalseitig zukunftsfähig wird — ohne den Eigentümer in Vorleistung zu zwingen.
  4. 500 Konferenzteilnehmer = eine signifikante Pipeline-Möglichkeit, wenn die richtigen Folgegespräche stattfinden.

GALERIE
Vorstellung der 10 Impact Sessions auf der Hauptbühne des Road to Green Summit.
ZIA-Keynote: Nachhaltigkeit als strukturelle Voraussetzung für Kapitalzugang und Wirtschaftlichkeit.
Vortrag „Unser Plan zur Dekarbonisierung": Leitkennzahlen und Maßnahmen für den Gebäudebestand.
Ausstellungsfoyer mit Partnerständen, u. a. unsere Partner solarloader und abc-Lösungen aus Köln.
#Road to Green#Bestandsimmobilien#Köln#PropTech#Climate Financing
HÄUFIGE FRAGEN
Was ist der Road to Green Kongress?

Ein jährlicher Kongress zur Transformation von Bestandsimmobilien, der Vertreter aus Immobilienwirtschaft, Bauwirtschaft, Wissenschaft, PropTech, Stadtentwicklung und Investment in Köln zusammenbringt. Die 2026er-Ausgabe fand am 5. März an der Universität zu Köln mit rund 500 Teilnehmenden statt.

Was ist der größte Engpass bei der energetischen Transformation des Gebäudebestands?

Nicht die Technik. Die technischen Maßnahmen — Dämmung, PV, Wärmepumpe, BESS, Smart Building — sind verfügbar. Der Engpass ist die Finanzierungsarchitektur, die CAPEX, Risikoverteilung, Reporting und Nutzenverteilung gleichzeitig löst.

Was ist NEXA Zero?

NEXA Zero ist ein Zero-CAPEX-Contracting-Modell. NEXA finanziert, errichtet und betreibt die Energieinfrastruktur (PV, BESS) auf dem Dach des Kunden, der Eigentümer zahlt einen fixen Energiepreis über PPA. Keine Investition, keine Bilanzbelastung. [Mehr zu NEXA Zero](/zero).

Wie funktioniert Mieterstrom?

Mieterstrom bezeichnet ein Modell, bei dem Solarstrom aus einer PV-Anlage direkt an die Bewohner desselben Gebäudes geliefert wird — typischerweise zu einem Preis unter dem normalen Stromtarif. Etablierte Anbieter wie Einhundert Energie oder Polarstern übernehmen Installation, Betrieb und Abrechnung.

Welche Vorteile hat NEXA Zero gegenüber klassischen Anbietern?

NEXA Zero ist in eine breitere Climate-Financing-Plattform integriert. Cross-Asset-Logik aus PV und BESS, institutionelle Refinanzierung über strukturierte SPVs und eine standardisierte ESG-Reporting-Schicht sind die drei Hauptunterschiede.

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