Landtagspräsident a.D. Hendrik Hering bei NEXA: Erneuerbare als Wirtschaftspolitik für den Mittelstand
Mitten im Wahlkampf hat sich Hendrik Hering, ehemaliger Landtagspräsident von Rheinland-Pfalz, Zeit für uns genommen. Eine klare Botschaft entstand: Erneuerbare sind keine Klimapolitik. Sie sind Wirtschaftspolitik.
Hendrik Hering, ehemaliger Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags, hat NEXA Horizons im März 2026 besucht — mitten im Wahlkampf. Aus dem Termin entstand eine These, die unsere Positionierung schärft: Erneuerbare Energien sind im deutschen Mittelstand keine Klima-Frage. Sie sind eine Wirtschafts- und Industriepolitik-Frage. Wer den Mittelstand bei Energiekosten, Versorgungssicherheit und Standortwettbewerb stärken will, kommt an dezentralen Erneuerbaren strukturell nicht vorbei.
Wer ist Hendrik Hering?
Hendrik Hering ist Sozialdemokrat aus Rheinland-Pfalz und war bis 2026 Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz. Davor war er unter anderem Wirtschaftsminister des Landes. Er gilt als ausgewiesener Mittelstandskenner mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Schnittstelle zwischen Politik und regionaler Wirtschaftspolitik.
Was beim Besuch passiert ist
Mitten in einer dichten Wahlkampfphase hat sich Hering die Zeit genommen, gemeinsam mit unserem Team durchzugehen, was NEXA Horizons aufbaut. Wir haben ihm zwei Dinge gezeigt:
- Die NEXA-Simulation: Ein konkretes Mittelstands-Portfolio von der Origination bis zur Refinanzierung — sichtbar gemacht über NEXA ONE. Welche Projekte sich rechnen, welche Finanzierungsstruktur passt, welche Erlösquellen ineinandergreifen.
- Die Logik des Mittelstandspotenzials: Warum gerade Dächer, Flächen und Bestandsimmobilien des Mittelstands — nach unserer internen Schätzung ein Potenzial von über 100 GW — der größte ungehobene Hebel der deutschen Energiewende sind.
Aus einer geplanten Stunde wurden zweieinhalb. Das spricht für sich.
Die Kernthese, die in diesem Gespräch geschärft wurde
Was Hering aus dem Gespräch mitnahm und mit eigener Erfahrung verstärkte, ist eine These, die NEXA seither offensiv vertritt:
Erneuerbare sind keine Klimapolitik. Sie sind Wirtschaftspolitik, die nebenbei das Klima löst.
Die Argumentationskette dahinter:
- Energiekosten sind 2026 für viele mittelständische Unternehmen der größte Wettbewerbsnachteil gegenüber US- und asiatischen Konkurrenten
- Versorgungssicherheit ist nach Ukraine-Krise und volatilen Gaspreisen kein theoretisches Thema mehr
- Industrieller Substanzverlust in Deutschland korreliert direkt mit Energiekosten — Chemie, Stahl, energieintensives produzierendes Gewerbe verlagern oder schließen
- Dezentrale Erneuerbare sind heute die schnellste und kostengünstigste Antwort auf alle drei Punkte gleichzeitig
Diese Argumentationskette ist nicht neu. Aber sie aus dem Mund eines erfahrenen Wirtschaftspolitikers zu hören, der Jahrzehnte Mittelstandspolitik begleitet hat, gibt ihr Gewicht.
Warum diese Positionierung für NEXA strategisch wichtig ist
NEXA Horizons positioniert sich bewusst als Climate Financing Plattform, nicht als Solar-Anbieter oder GreenTech-Marke. Der Grund: Wer mit dem Mittelstand spricht, gewinnt nicht mit "Klimaschutz" als primärem Verkaufsargument. Wer gewinnt, redet über:
- Kalkulierbare Energiekosten
- Schnelle Amortisation
- Liquiditätsschonende Modelle wie NEXA Zero
- Erlöse aus Trading und Redispatch
- Klare Reporting-Standards für Bank, Bilanz und Investoren
Das ist die Sprache des Geschäftsführers eines mittelständischen Industrieunternehmens. Klimaeffekt ist Konsequenz, nicht Argument.
Was Hering konkret bestätigt hat
Drei Beobachtungen aus dem Gespräch, die für unsere Origination-Strategie zentral sind:
- Mittelstand erreicht man nicht über Berlin. Man erreicht ihn über Steuerberater, Sparkassen, regionale Handwerkskammern, Wirtschaftsförderungen und Mittelstandsverbände. Unsere Origination-Kanäle bestätigen das.
- Politische Glaubwürdigkeit erfordert konkrete Projekte. Eine Simulation, die zeigt, dass ein 800-kWp-Dach plus 2-MWh-Speicher in einem mittelständischen Industriebetrieb in 7 Jahren Payback liefert, ist überzeugender als jedes Whitepaper.
- Bestandsimmobilien sind der ungehobenste Hebel. Neubau ist die einfache Hälfte. Bestand ist die wirkliche Baustelle.
Take-aways
- Erneuerbare = Wirtschaftspolitik. Diese Reframing-Botschaft passt zur NEXA-Positionierung und stärkt die Origination im Mittelstand.
- Politische Anschlussfähigkeit ist real. Es gibt politische Akteure, die das verstehen und mittragen — über Parteigrenzen hinweg.
- Die Origination-These hält. Steuerberater, Energieberater, regionale Banken bleiben unsere stärksten Multiplikatoren — nicht zentrale Hubs in Berlin oder Brüssel.
Danke an Hendrik Hering für die Zeit und die ehrliche Auseinandersetzung mit dem, was wir bauen.
Wer ist Hendrik Hering?
Hendrik Hering ist ein SPD-Politiker aus Rheinland-Pfalz. Er war bis 2026 Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags, davor unter anderem Wirtschaftsminister des Landes.
Worum ging es beim Besuch bei NEXA?
Um die NEXA-Simulation eines Mittelstands-Portfolios und um die Frage, wie der deutsche Mittelstand über dezentrale Erneuerbare wirtschaftlich gestärkt werden kann.
Was bedeutet "Erneuerbare als Wirtschaftspolitik"?
Die These ist, dass dezentrale erneuerbare Energien im Mittelstand primär ein wirtschaftspolitisches Instrument sind — sie senken Energiekosten, erhöhen Versorgungssicherheit und stärken die Wettbewerbsfähigkeit. Klimaschutz ist Konsequenz, nicht Primärziel.
Wie groß ist das Mittelstandspotenzial bei Erneuerbaren in Deutschland?
NEXA Horizons schätzt das ungenutzte Potenzial auf Dächern und Flächen des deutschen Mittelstands auf über 100 GW. Die Hauptbarrieren sind nicht technischer, sondern struktureller Natur — Finanzierung, Origination und Betrieb.
Welches NEXA-Modell ist besonders für mittelständische Industriebetriebe relevant?
Beide Hauptmodelle sind relevant: NEXA Own bei eigenständiger Finanzierung und Bilanzierung, NEXA Zero für Betriebe, die keine Bilanzbelastung oder kein CAPEX einsetzen wollen. Welches Modell passt, hängt vom Lastprofil und der Bilanzstruktur ab.
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