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WISSEN · 22. Juli 2026

Lohnt sich Photovoltaik für Gewerbedächer 2026? Die Rechnung mit echten Zahlen

Gewerbestrom kostet 2026 typisch 25-30 ct/kWh, Solarstrom vom eigenen Dach deutlich weniger in der Erzeugung. Wann die Rechnung aufgeht, wann nicht, und wie Sie es für Ihr Dach in Minuten prüfen: mit Kosten pro kWp, Beispielrechnung und den drei Betreibermodellen.

Mudabbir KhawajaGeschäftsführer & CEO · LinkedIn ↗
·3 Min. Lesezeit·DE

Kurzantwort: In den meisten Fällen ja, wenn das Lastprofil zum Dach passt. Die Rechnung hat drei Stellgrößen: was die Anlage kostet, was Ihr Netzstrom kostet und wie viel Solarstrom Sie selbst verbrauchen. Alle drei lassen sich 2026 präzise beziffern.

Die Kostenseite: 700 bis 1.200 € pro kWp

Gewerbliche Dachanlagen kosten 2026 je nach Größe:

Anlagengröße Kosten pro kWp Gesamtkosten (gerundet)
50 kWp 950-1.200 € 48.000-60.000 €
100 kWp 800-1.050 € 80.000-105.000 €
ab 250 kWp 700-900 € ab 175.000 €

Der Preis pro kWp fällt mit der Größe: Gerüst, Netzanschluss und Planung verteilen sich auf mehr Leistung. Dachzustand und Netzanschluss können den Preis verschieben, deshalb steht am Anfang jeder seriösen Rechnung ein Dachcheck mit amtlichen Daten.

Die Ertragsseite: Eigenverbrauch schlägt alles

Gewerbestrom kostet 2026 typisch 25-30 ct/kWh Vollkosten. Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach, die Sie selbst verbrauchen, ersetzt diesen Preis. Überschüsse vergütet das EEG mit 5,50 ct/kWh (Anlagen 40-100 kWp, Teileinspeisung, Stand Februar 2026, alle Sätze in der Übersicht zur Einspeisevergütung 2026).

Das Verhältnis entscheidet: Eigenverbrauch bringt das Vier- bis Fünffache der Einspeisung. Ein Logistikbetrieb mit Tageslast (Kühlung, Förderbänder, Ladeinfrastruktur) verbraucht 60-80 % des Solarstroms selbst. Ein Lager ohne Tageslast kommt auf 20-30 %, dort trägt die Einspeisung mehr Gewicht und die Rendite sinkt.

Rechenbeispiel: 100 kWp auf einem Betriebsdach

Rechenbeispiel, gerundet, keine konkrete Liegenschaft:

  • Investition: 90.000 € (900 €/kWp)
  • Jahresertrag: 95.000 kWh (950 kWh pro kWp, Standort Westdeutschland, PVGIS)
  • Eigenverbrauch 60 %: 57.000 kWh × 0,27 € = 15.390 € gesparte Stromkosten
  • Einspeisung 40 %: 38.000 kWh × 0,055 € = 2.090 € Vergütung
  • Betriebskosten (Wartung, Versicherung, Monitoring): rund 1.500 € pro Jahr

Ergebnis: rund 16.000 € Nettoertrag pro Jahr, Amortisation nach 5 bis 7 Jahren, danach 13 oder mehr Jahre Ertrag bei 20 Jahren EEG-Vergütungsdauer und 25 oder mehr Jahren Modullebensdauer. Mit Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG lässt sich die Steuerlast zusätzlich um bis zu 50 % der Investition vorziehen.

Was die Rechnung kippt

Drei Punkte entscheiden häufiger über das Projekt als der Modulpreis:

  1. Dachzustand. Steht in den nächsten 10 Jahren eine Sanierung an, gehört sie vor die PV-Anlage. Ab- und Wiederaufbau kostet einen mittleren fünfstelligen Betrag.
  2. Netzanschluss. Die verfügbare Anschlusskapazität begrenzt die Anlagengröße. Die Netzanfrage gehört an den Anfang des Projekts, nicht ans Ende.
  3. Lastprofil. Wochenendbetrieb, Schichtmodell, saisonale Last: Das Profil bestimmt den Eigenverbrauchsanteil und damit die Rendite.

Kein Eigenkapital? Dann ändert sich die Frage, nicht die Antwort

Photovoltaik lohnt sich 2026 auch ohne eigene Investition, nur verschiebt sich die Wertschöpfung:

  • NEXA Own: kaufen und besitzen, höchste Wirtschaftlichkeit, volle Abschreibung, finanzierbar über KfW 270.
  • NEXA Lease: planbare Rate statt Investition, Eigentum am Laufzeitende.
  • NEXA Zero: Dach verpachten, 0 € Eigenkapital, Dachpacht-Vergütung ab Inbetriebnahme.

Welches Modell für Ihre Liegenschaft die beste Zahl liefert, rechnet die Erstanalyse in NEXA ONE mit amtlichen Daten (LoD2-Gebäudemodell, PVGIS-Einstrahlung) parallel durch. Kostenfrei, Analyse starten.

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HÄUFIGE FRAGEN
Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch, obwohl die Einspeisevergütung sinkt?

Ja, weil die Rendite 2026 aus dem Eigenverbrauch kommt, nicht aus der Einspeisung. Gesparte 25-30 ct/kWh wiegen die halbjährliche Degression von 1 % auf die Vergütungssätze um ein Vielfaches auf.

Wie schnell amortisiert sich eine gewerbliche PV-Anlage?

Bei passendem Lastprofil typisch 5 bis 9 Jahre. Entscheidend sind Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Investitionskosten pro kWp. Anlagen mit hohem Tagesverbrauch liegen am unteren Rand.

Welche Dachgröße brauche ich für 100 kWp?

Als Faustwert 500 bis 700 m² nutzbare Dachfläche bei Flachdach mit aufgeständerten Modulen. Die genaue Belegung hängt von Ausrichtung, Verschattung und Statik ab; das LoD2-Gebäudemodell liefert die Geometrie amtlich.

Was ist besser: Dach vermieten oder selbst investieren?

Selbst investieren bringt die höchste Wirtschaftlichkeit, Dachpacht bringt Ertrag ohne Kapitaleinsatz und ohne operative Verantwortung. Der Vergleich lohnt pro Liegenschaft: Die Erstanalyse rechnet beide Wege parallel.

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Egal ob Mittelstand, Investor, Engineering Office oder Partner: Wir freuen uns auf das Gespräch.

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